Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete der Kunststoff-Histologie

Typische Anwendungen der Kunststoff-Histologie sind Schnitte von umentkalkten Knochen (z.B. Beckenkammstanzen), verhornte Materialien, mineralisierte Gewebe, Ligamette und harte Proben aus der Botanik und Invertebraten-Zoologie.

Die Kunststoffhistologie ergänzt die klassische Paraffinhistologie, so dass mineralisierte Strukturen ebenso wie knorpelige und ligamentöse Gewebe ausgezeichnet erhalten bleiben und mikroskopisch untersucht werden können.

Für die Einbettung kommen verschiedene Kunststoff zur Anwendung. Gebräuchlich sind Epoxiharze, Methylmethacrylate und Glycolmetacrylate (siehe Abschnitt Methoden). In älterer Zeit wurden auch Vinylharze verwendet (z.B. Polyethylen, Polyvinylchlorid und Polystyrol). Für Fragestellungen bei denen es um die feingewebliche (histologische) Struktur der eingebetteten Proben geht, haben sich die Kunststoffe Araldit und Technovit (7100, 7200, 8100, 9100) weitgehend etabliert.

Anwendungsgebiete von Kunststoffeinbettungen liegen in verschiedenen Arbeitsgebieten:

Je nach Art der einzubettenden Probe sind die jeweils geeigneten Kunststoffe auszuwählen. Einen universellen Kunststoff gibt es hier leider nicht, sondern es müssen jeweils die Anforderungen formuliert werden, um dann die geeigneten Kunststoffe festzulegen.

Biologie und Medizin:

  • weiche Gewebe die stauchungsfrei oder stauchungsarm geschnitten werden sollen
  • temperaturkritische Immunnachweise an Weichgeweben (Technovit 8100)
  • verhornte Gewebe oder Gewebe mit Horn oder Haaren
  • leicht oder stark verkalkte Gewebe (Arteriosklerosen)
  • Knochen und Knochenbiopsien (z.B. Beckenkammstanzen)
  • Invertebraten mit Chitinpanzern und Kalkskeletten
  • Kleinere Wirbeltiere (z.B. Fische, Frösche, Embryonen) mit gering verkalkten Knochen
  • Fingernägel, Fußnägel, Haare
  • Hölzer, Blätter und andere pflanzliche Materialien

 

Werkstoffkunde und Materialüberprüfungen:

  • Kunststoffe (z.B. Türdichtungen aus der Automobilindustrie)
  • Folien 
  • Papier
  • Textilien
  • Fasern und Drähte

 

Technische Voraussetzungen:

Eine wesentliche technische Voraussetzung für die histologische Bearbeitung von Kunststoffe eingebetteten Proben sind geeignete Mikrotome. Es kommen hier eigentlich nur automatische Rotationsmikrotome mit einem Probenrückzuck in Frage. Zudem muss mit speziellen Hartmetallmessern geschnitten werden.

Harte Kunststoffe wie Technovit® 9100 und Technovit® 7200 lassen sich zudem auch mit Diamantbandsägen gemäß der Trenn-Dünnschliff-Technik verarbeiten.

© 2008 Morphisto GmbH | Home | Inhalt | Impressum / Datenschutz | Seite drucken
top

Direktkontakt

Allgemeine Auskünfte
Tel. 069 / 400 3019 - 60
Fax 069 / 400 3019 - 64

Histologie-Reagenzien
Tel. 069 / 400 3019 - 63

Histologie/Immunhistochemie
Tel. 069 / 400 3019 - 65

Kontaktformular

Newsletter abonnieren

Webshop

HistoATLAS

FaceBook

MOPRHISTO bietet auch 2018 Weiterbildung für Ihr Labor!

Mit Wirkung zum 01. April 2017 übernimmt MORHISTO den exklusiven Vertrieb der...

Zusammenarbeit mit microDimensions im Magazin "The Ophthalmologist"

MORPHISTO bringt mit Biosepar neues Fixativ auf den Markt

Teilnehmen und Punkte für das Freiwillige Fortbildungszertifikat sammeln!